Was Sie mit den Daten tun dürfen
Die Datenlizenz in einfachen Worten, mit Beispielen. Verbindlich ist die Datenlizenz selbst.
Diese Seite fasst die Datenlizenz und die Nutzungsrichtlinie zusammen. Wo sie davon abweicht, gelten die beiden.
Im eigenen Unternehmen: fast alles
Für Ihre eigenen internen Geschäftszwecke dürfen Sie die Daten während der Laufzeit Ihres Vertrags nutzen, insbesondere:
- Preise und Sortimente analysieren und mit Ihren eigenen vergleichen;
- Ihre eigenen Preise festlegen, auch automatisiert, zum Beispiel mit einem Repricing-Werkzeug;
- interne Dashboards, Berichte und Präsentationen erstellen;
- die Daten in Ihre eigenen Systeme übernehmen (ERP, BI, Data Warehouse) und dort mit Ihren eigenen Daten verbinden;
- die Daten in KI-Werkzeugen nutzen, die nur intern eingesetzt werden, und eigene Modelle trainieren, die nur intern eingesetzt werden und die Daten nicht wiedergeben.
Ihre Nutzer dürfen die Daten ebenfalls nutzen, Ihre Dienstleister nur in Ihrem Auftrag und für Ihre Zwecke, nachdem Sie sie auf die Datenlizenz verpflichtet haben. Ein externer Anbieter, den Sie dafür einsetzen (etwa für KI oder Datenhaltung), darf die Daten nicht für eigene Zwecke nutzen, insbesondere nicht zum Training seiner Modelle. Verbundene Unternehmen Ihrer Gruppe dürfen die Daten nur nutzen, wenn wir das in Textform vereinbart haben (eine E-Mail genügt).
Außerhalb Ihres Unternehmens: Ergebnisse, nicht die Daten
Weitergeben und veröffentlichen dürfen Sie abgeleitete Ergebnisse, die Sie aus den Daten erarbeiten (Analysen, Kennzahlen, Statistiken, Diagramme, Prognosen), und einzelne Beispielpreise, die einen Befund veranschaulichen, solange sich daraus die Rohdaten nicht in wesentlichem Umfang wiederherstellen lassen.
Nicht erlaubt ist, die Rohdaten selbst (Preise, Listings, Exporte) ganz oder in wesentlichen Teilen weiterzugeben, zu verkaufen oder zu veröffentlichen, gleich in welcher Form, auch nicht auf Ihrer Website, in einem Feed, einem öffentlichen Chatbot oder einem geteilten Dashboard; mit den Daten einen Preisvergleich oder eine Datenbank für Dritte zu speisen; ein Angebot aufzubauen, das mit Pricana im Wettbewerb steht; und mithilfe der Daten Personen zu identifizieren.
| Beispiel | Erlaubt? |
|---|---|
| Ihr Repricing-Werkzeug liest die Daten über die API und setzt Ihre Preise. | ja |
| Eine Studie veröffentlicht: „Grafikkarten wurden im November im Schnitt 6 % günstiger.“ | ja |
| Ein Blogbeitrag nennt einige Beispielpreise. | ja |
| Eine Agentur erstellt aus den Daten Berichte und Empfehlungen für ihre Kunden. | ja |
| Ihre Website zeigt die aktuellen Preise aller Produkte einer Kategorie aus den Daten. | nein |
| Ihr Shop zeigt auf seinen Produktseiten die Preise von Wettbewerbern aus den Daten. | nein |
| Sie geben Kunden oder Geschäftspartnern Exporte oder Zugang zum Portal. | nein (nur mit gesonderter Vereinbarung) |
Sie möchten Rohdaten weitergeben, etwa als Agentur oder Wiederverkäufer? Dafür braucht es eine gesonderte Vereinbarung mit Pricana: Schreiben Sie uns.
Preise selbst festlegen (Kartellrecht)
Die öffentlichen Preise von Wettbewerbern beobachten und die eigenen danach festlegen, auch automatisiert, dafür ist Pricana da. Was das Kartellrecht verbietet, verbietet auch die Nutzungsrichtlinie, vor allem:
- Preise, Rabatte oder Preiserhöhungen mit Wettbewerbern abzusprechen oder mit Pricana zu prüfen, ob sie sich daran halten;
- geplante Preise, Einkaufskonditionen oder Margen mit Wettbewerbern zu teilen, etwa in einem gemeinsamen Konto oder Dashboard;
- Preisregeln mit Wettbewerbern abzustimmen oder einer Agentur für mehrere konkurrierende Shops zu überlassen („nie günstiger als ihre anderen Kunden“);
- als Hersteller Händler unter Druck zu setzen, bestimmte Preise einzuhalten (Lieferstopp, schlechtere Konditionen oder die Drohung damit). Ihre Preise zu beobachten und einen unverbindlichen Preis zu empfehlen, bleibt erlaubt.
Ob etwas erlaubt ist, hängt vom Einzelfall ab; wir beraten dazu nicht.
Ihr Zugang
Keys und Zugänge bleiben in Ihrem Unternehmen: Geben Sie sie nicht weiter, teilen Sie keine Konten mit anderen, und verkaufen oder vermitteln Sie keinen Zugang weiter (auch nicht über eine eigene Schnittstelle). Umgehen Sie keine Limits, etwa mit mehreren Keys, Konten, Free-Konten oder Testphasen, und lesen Sie die API statt der Website oder des Portals.
Quellenangabe bei offenen Daten
Einige Quellen sind offene Daten mit eigener Lizenz (zum Beispiel CC BY 4.0). Ihre Items tragen die Quellen- und
Lizenzangabe in site.attribution (und in der CSV-Spalte attribution). Geben Sie solche Daten oder Ergebnisse daraus
weiter, übernehmen Sie diese Angabe und halten Sie die übrigen Bedingungen der Lizenz ein (bei CC BY 4.0: Hinweis auf die
Lizenz, Angabe von Änderungen); was die offene Lizenz erlaubt, dürfen Sie.
Wenn eine Quelle widerspricht
Widerspricht der Betreiber einer Website oder macht jemand Rechte an bestimmten Daten geltend, können wir Sie bitten, diese Daten nicht mehr zu nutzen und zu löschen (wir benennen sie, etwa nach Site und Zeitraum). Kommen Sie dem bitte unverzüglich nach, und bestätigen Sie es, wenn wir darum bitten. Abgeleitete Ergebnisse daraus dürfen Sie behalten, es sei denn, wir teilen Ihnen mit Begründung mit, dass auch sie diese Rechte verletzen.
Wenn Ihr Vertrag endet
Löschen Sie die Rohdaten innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende, auch bei Ihren Dienstleistern; abgeleitete Ergebnisse dürfen Sie behalten und weiter nutzen. Dasselbe gilt für Datasets, die aus Ihrem Vertrag wegfallen, etwa nach dem Ende einer Testphase oder nach einem Wechsel in einen kleineren Plan.
Woher die Daten stammen
Pricana liest öffentlich zugängliche Seiten von Onlineshops mit seinem Crawler PricanaBot, der die robots.txt und die Opt-outs von Website-Betreibern beachtet; siehe die Seite zu PricanaBot. Beschreibungen, Bewertungen und Kontaktdaten gibt die API nicht heraus. Finden Sie trotzdem personenbezogene Daten darin (etwa einen Namen in einem Titel), werten Sie sie nicht aus und teilen Sie es uns mit, damit wir sie entfernen können.